Materialien zu einem Stück und Staatsskandal
Beiträge, Links und Lesehinweise
19.03.10 BKA soll RAF-Akten vernichtet haben
Das Bundeskriminalamt soll auf Weisung des Generalbundesanwaltes im Jahr 1994 angeblich Spuren-Akten aus den Ermittlungen zum RAF-Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback vernichtet haben. Das berichtet die “Bild-Zeitung” (Mittwochausgabe 19.03.). Buback war am 7. April 1977 in Karlsruhe von Terroristen erschossen worden. Bis heute ist ungeklärt, wer die tödlichen Schüsse abgab. Die Behörde begründe die Vernichtung der Hinweis- und Spuren-Akten am 12. Oktober 1994 mit Platzbedarf. Das geht aus Unterlagen hervor, die “Bild” vorliegen. (Auszug aus NEWS ADHOC-Artikel im Netz)
16.03.10 Ca. 300 Seiten von Verfassungsschutzakten kann das Gericht im Verfahren gegen Verena Becker verwenden. Ein Prozess gegen Verena Becker wird im 2. Quartal 2010 erwartet. Die FAZ schreibt über die Qualität der freigegebenen Akten: “Die Quellen seien aber weiterhin nicht offengelegt und die Akten als geheim eingestuft.”
09.03.10 Im Gespräch mit dem Frankfurter Autoren Theater plädiert Rupert von Plottnitz, ehemaliger hessischer Justizminister, für eine Veröffentlichung der Geheimdienstakten im Buback-Komplex. “Es ist mir kaum nachvollziehbar, welche Belange der Bundesrepublik Deutschland, nachdem 30 Jahre und mehr vergangen sind, ins Feld geführt werden könnten, um eine solche Sperre weiter zu rechtfertigen.” Das vollständige Gespräch mit Rupert von Plottnitz wird auf den Webseiten des Frankfurter Autoren Theater dokumentiert.
23.11.09 Nils Minkmar über die Gesprächsrunde bei Anne Will am 22.11. mit Michael Buback: “Jahrelang wurde der Mann ausgelacht, nun sitzt die Frau, die er für die Täterin hält, seit Sommer in Haft. Erklären kann das niemand. So schwankt der Boden, auf dem die Geschichte der RAF bislang so seelenruhig diskutiert werden konnte, beträchtlich. Ach, eigentlich ist er gar nicht mehr da, alles hängt in der Luft.” Der vollständige Artikel im Netz >
27.10.09 Bericht über eine Lesung mit Michael Buback
02.09.09 Dem Unvorstellbaren auf der Spur.
